Osteopathie

Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Bereits Fehl- und Schonhaltungen können im täglichen Leben zu Beschwerden führen. Ihre Folgen sind meist eine Überlastung im Muskel- und Sehnensystem sowie Schmerzen im gesamten Bewegungsapparat. Oftmals kann der Körper durch seine Selbstregulierungskräfte diese Beeinträchtigungen beseitigen, doch geschieht dies nicht, kann es zu tieferliegenden und größeren Symptomen führen.

Die Osteopathie ist eine Form der manuellen Medizin, das bedeutet eine Behandlungsform, bei der mit den Händen sogenannte Dysfunktionen oder Funktionsstörungen diagnostiziert und behandelt werden.

Die ursachenbezogene und ganzkörperliche Behandlung heilt die Beschwerden der Patienten nachhaltig und effektiv. Mit verschiedenen medizinischen Techniken sucht und löst der Osteopath die Funktionsstörungen und aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Dabei muss der gesamte Körper betrachtet werden, denn die Ursache vieler Schmerzen liegt oftmals nicht in den Körperregionen, in denen sie auftreten.

In den letzten Jahren hat sich die Osteopathie auch in Europa als eine sehr effiziente medizinische Behandlungsmethode erwiesen, die gerade bei der Behandlung von Funktionsstörungen der Schulmedizin überlegen ist.

Osteopathische Techniken:

Parietale Osteopathie

Bei der parietalen Osteopathie werden vorwiegend Funktionsstörungen im Bereich des Bewegungsapparates, d.h. von Muskeln, Sehnen, Gelenken und Knochen, behandelt. Diese können durch Fehlhaltungen, Unfälle oder Verschleißerkrankungen entstehen. Beispielhaft können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen von Gelenken und Wirbelsäule, Blockaden von Gelenken, Arthrose in Knie- und Hüftgelenk und Muskel-Sehnen-Ungleichgewichte nach Operationen oder Unfällen behandelt werden.

Viszerale Osteopathie

Die viszeralen Techniken wurden speziell zur Behandlung der inneren Organe entwickelt. Sie dienen der Unterstützung und Anregung der Organfunktionen, der Förderung der Selbstheilungskräfte sowie der Auflösung krankhafter Mechanismen. Beispielhafte Leiden sind unter anderem chronische Verdauungsbeschwerden, Magenbeschwerden, Leber- und Gallebeschwerden, Harnwegsbeschwerden und Inkontinenz, aber auch funktionelle Herzbeschwerden und Lungenleiden (Asthma, COPD).

Kranio-Sakrale-Osteopathie

Bei der Kranio-Sakrale-Osteopathie werden die knöchernen, membranösen und fluiden Strukturen des Schädels, Rückenmarks und des Kreuzbeins behandelt. Dabei versucht der Osteopath Einfluss auf den Kranio-Sakralen-Rhythmus zu nehmen, indem er die Mobilität des Schädelknochens und die Liquorzirkulation der Hirnhäute untersucht. Beschwerden wie Schlafstörungen, Depression, Kopfschmerzen / Migräne, Konzentrationsschwäche, Schwindel, Tinnitus und Gleichgewichtsstörungen können effektiv behandelt werden.