Osteopathie

Sanfte Behandlungs­methode bei Rücken- oder Gelenk­beschwerden

Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine sanfte, manuelle Behandlungsmethode für Störungen des Bewegungssystems. Sie wurde vor über 100 Jahren von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still entwickelt. Vor der Behandlung erfolgt eine ausführliche Erhebung der gesundheitlichen Vorgeschichte. Danach wird durch Tasten mit den Händen eine genaue Untersuchung durchgeführt, wobei fehlende Balance der Haltung und der Spannungszustand des Gewebes beurteilt werden. Neben dem Schmerz als Symptom wird nach der eigentlichen Ursache geforscht, die oft in anderen Bereichen des Körpers zu suchen ist. Durch sanfte Berührung mit den Händen werden Spannungen im Gewebe aufgelöst und das Gleichgewicht des Körpers
wiederhergestellt.

Was ist das Besondere an der Osteopathie?

Die Osteopathie betrachtet Schmerzen als Symptom für eine Störung innerhalb des Bewegungsapparates. Häufig hat vor Beginn der eigentlichen Beschwerden bereits die Balance in anderen Abschnitten gefehlt, die der Körper jedoch noch kompensieren konnte. Bis dann eine kleine ungeschickte Bewegung das Fass zum Überlaufen brachte. Diese Zusammenhänge werden bei einer osteopathischen Untersuchung erkannt und behandelt. Eine osteopathische Therapie ist also keine Reparatur am Symptom, sondern die ganzheitliche Behandlung des gestörten Bewegungssystems.

Osteopathie hilft besonders effektiv bei:

  • Rückenbeschwerden (Bandscheibenvorfall oder Fehlhaltung)
  • Gelenkbeschwerden (Knie- und Hüftgelenksarthrose)
  • Muskelverspannungen
  • Kopfschmerzen
  • Gleichgewichtsstörungen, Schwindel und Tinnitus

Osteopathische Techniken:

Parietale Osteopathie

Bei der parietalen Osteopathie werden vorwiegend Funktionsstörungen im Bereich des Bewegungsapparates, d.h. von Muskeln, Sehnen, Gelenken und Knochen, behandelt. Diese können durch Fehlhaltungen, Unfälle oder Verschleißerkrankungen entstehen. Beispielhaft können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen von Gelenken und Wirbelsäule, Blockaden von Gelenken, Arthrose in Knie- und Hüftgelenk und Muskel-Sehnen-Ungleichgewichte nach Operationen oder Unfällen behandelt werden.

Viszerale Osteopathie

Die viszeralen Techniken wurden speziell zur Behandlung der inneren Organe entwickelt. Sie dienen der Unterstützung und Anregung der Organfunktionen, der Förderung der Selbstheilungskräfte sowie der Auflösung krankhafter Mechanismen. Beispielhafte Leiden sind unter anderem chronische Verdauungsbeschwerden, Magenbeschwerden, Leber- und Gallebeschwerden, Harnwegsbeschwerden und Inkontinenz, aber auch funktionelle Herzbeschwerden und Lungenleiden (Asthma, COPD).

Kranio-Sakrale-Osteopathie

Bei der Kranio-Sakrale-Osteopathie werden die knöchernen, membranösen und fluiden Strukturen des Schädels, Rückenmarks und des Kreuzbeins behandelt. Dabei versucht der Osteopath Einfluss auf den Kranio-Sakralen-Rhythmus zu nehmen, indem er die Mobilität des Schädelknochens und die Liquorzirkulation der Hirnhäute untersucht. Beschwerden wie Schlafstörungen, Depression, Kopfschmerzen / Migräne, Konzentrationsschwäche, Schwindel, Tinnitus und Gleichgewichtsstörungen können effektiv behandelt werden.